| GESCHICHTE |
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Das Anwesen KRUSMØLLE wird zum ersten Mal im Jahre 1569 in den Akten erwähnt. Wahrscheinlich hat Herzog Johann der Ältere (1521-1580) einige Jahre früher Krusmølle gegründet. Später übernahm der Herzog von Gottorf das Anwesen und 1713 ging es an den dänischen König über. Die Mühle war stets an einen Müller verpachtet.
Im Herzogtum Schleswig war es zu jener Zeit üblich, dass jeder Bauer sein Korn bei einer bestimmten Mühle mahlen lassen musste. Darum waren die meisten Bauern und Kleinbauern aus Felsted, Varnæs, Ensted, Uge, Rinkenæs und anderen Gemeinden an die Krusmølle gebunden. Der Mühlenzwang wurde erst 1853 abgeschafft. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts besaß Krusmølle auch eine Walkmühle, in der Wollstoffe gewalkt wurden. Von 1852 bis 1877 gab es auf dem Gut auch eine Branntweinbrennerei, deren Rückstände als Futter in der Rindermästung genutzt wurden. Etwa 1914 wurde im Mühlenshaus ein kleines Elektrizitätswerk eingerichtet. Durch die Wasserkraft wurde Strom für die Versorgung mehrerer Höfe und Häuser in der Gegend produziert. Die Produktion des Werks ging zurück als 1923 das Sønderjyllands Højspændingsværk in Betrieb genommen wurde, und 1935 wurde das Werk stillgelegt. 1877 wurde Krusmølle von einem Feuer heimgesucht, das Wohnhaus, Stall, Scheune und Brennerei in Schutt und Asche legte. Neun Jahre später brannte das alte Fachwerkmühlenhaus nieder. Bis auf die Brennerei wurden die Gebäude schnell wieder aufgebaut. Ursprünglich gehörte zur Krusmølle kein Ackerland. In den Jahren um 1800 kaufte der damalige Müller Sönnichsen beträchtliche Ländereien hinzu und weitere sind später dazugekommen. Zwischen den beiden Welkriegen hat die Müllerei an Bedeutung verloren. Die mordernen Großmühlen konnten Mehl besser und billiger produzieren, und die Einführung der Elektrizität ermöglichte den Bauern ihr Korn für Futterzwecke selbst zu mahlen. Der Mühlenbetrieb auf Krusmølle hat längst aufgehört. 1972 wurden Mühlendamm und Mühlenhaus vom übrigen Gut abgetrennt. Das Landgut mit Wohnhaus und sonstigen Gebäuden wurde 1986 von Henrik und Nina Loff übernommen. In den Gebäuden gibt es heute Café, Laden, Gesellschaftsräume, Gallerie, Keramikwerkstatt und Kerzengießerei. |